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Editorial review of XDM section.

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Bjoern Heidotting 2015-11-20 18:08:27 +00:00
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@ -4,7 +4,7 @@
$FreeBSD$
$FreeBSDde: de-docproj/books/handbook/x11/chapter.xml,v 1.79 2012/04/30 16:18:12 bcr Exp $
basiert auf: r44741
basiert auf: r44742
-->
<chapter xmlns="http://docbook.org/ns/docbook" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink" version="5.0" xml:id="x11">
<info>
@ -851,82 +851,69 @@ dbus_enable="YES"</programlisting>
</sect1>
<sect1 xml:id="x-xdm">
<info><title>Der X-Display-Manager</title>
<!--
<info>
<title>Der X-Display-Manager</title>
<authorgroup>
<author><personname><firstname>Seth</firstname><surname>Kingsley</surname></personname><contrib>Beigetragen von </contrib></author>
<author>
<personname>
<firstname>Seth</firstname>
<surname>Kingsley</surname>
</personname>
<contrib>Beigetragen von </contrib>
</author>
</authorgroup>
-->
</info>
<sect2>
<title>Einführung</title>
<indexterm><primary>X-Display-Manager</primary></indexterm>
<para>Der <firstterm>X-Display-Manager</firstterm>
(<application>XDM</application>), eine optionale
Komponente des X-Window-Systems, verwaltet Sitzungen. Er kann mit
vielen Komponenten, wie minimal ausgestatteten X-Terminals,
Arbeitsplatz-Rechnern und leistungsfähigen Netzwerkservern,
nutzbringend eingesetzt werden. Da das X-Window-System
netzwerktransparent ist, gibt es zahlreiche
Möglichkeiten, X-Clients und X-Server auf unterschiedlichen
Rechnern im Netz laufen zu lassen. <application>XDM</application>
stellt eine grafische Anmeldemaske zur Verfügung, in der Sie
den Rechner, auf dem eine Sitzung laufen soll, auswählen
können und in der Sie die nötigen
Autorisierungs-Informationen, wie Benutzername und Passwort,
eingeben können.</para>
<para>Die Funktion des X-Display-Managers lässt sich mit
der von &man.getty.8; (siehe <xref linkend="term-config"/>)
vergleichen. Er meldet den Benutzer am ausgesuchten System an,
startet ein Programm (meist einen Window-Manager) und
wartet darauf, dass dieses Programm beendet wird, das heißt
der Benutzer die Sitzung beendet hat. Nachdem die Sitzung beendet
ist, zeigt <application>XDM</application> den grafischen
Anmeldebildschirm für den nächsten Benutzer an.</para>
</sect2>
<para><application>&xorg;</application> enthält den
X-Display-Manager <application>XDM</application>, um Sitzungen
zu verwalten. <application>XDM</application> stellt eine
graphische Anmeldemaske zur Verfügung, in der Sie den Server,
auf dem eine Sitzung laufen soll, auswählen können und in der
Sie die Autorisierungs-Informationen, wie Benutzername und
Passwort, eingeben können.</para>
<para>Dieser Abschnitt zeigt, wie der X-Displaymanager
konfiguriert wird. Einige grafische Oberflächen enthalten
ihre eigenen graphischen Login-Manager. Eine Anleitung zur
Konfiguration des GNOME Display-Managers finden Sie im <xref
linkend="x11-wm-gnome"/>. Eine Anleitung zur Konfiguration
des KDE Display Managers finden Sie im <xref
linkend="x11-wm-kde"/>.</para>
<sect2>
<title>XDM einrichten</title>
<title><application>XDM</application> einrichten</title>
<para>Um <application>XDM</application> verwenden zu können,
installieren Sie den Port <package>x11/xdm</package>
(dieser wird standardmässig nicht in aktuellen
<application>&xorg;</application>-Versionen mitinstalliert).
Der <application>XDM</application>-D&aelig;mon befindet sich dann in
<filename>/usr/local/bin/xdm</filename> und kann jederzeit von
<systemitem class="username">root</systemitem> gestartet werden. Er verwaltet dann den
X-Bildschirm des lokalen Rechners. <application>XDM</application>
lässt sich bequem mit einem Eintrag in
<filename>/etc/ttys</filename> (siehe <xref linkend="term-etcttys"/>)
bei jedem Start des Rechners aktivieren. In
<filename>/etc/ttys</filename> sollte schon der nachstehende
Eintrag vorhanden sein:</para>
<para><application>XDM</application> kann über das Paket oder
den Port <package>x11/xdm</package> installiert werden. Nach
der Installation lässt sich <application>XDM</application>
durch einen Eintrag in <filename>/etc/ttys</filename> bei
jedem Start des Rechners aktivieren:</para>
<programlisting>ttyv8 "/usr/local/bin/xdm -nodaemon" xterm off secure</programlisting>
<para>In der Voreinstellung ist dieser Eintrag nicht aktiv. Um den
Eintrag zu aktivieren, ändern Sie den Wert in Feld&nbsp;5 von
<literal>off</literal> zu <literal>on</literal> und starten Sie
&man.init.8; entsprechend der Anleitung in <xref linkend="term-hup"/> neu. Das erste Feld gibt den Namen des
Terminals an, auf dem das Programm läuft. Im Beispiel wird
<literal>ttyv8</literal> verwendet, das heißt
<application>XDM</application> läuft auf dem neunten
virtuellen Terminal.</para>
</sect2>
<para>Ändern Sie den Wert <literal>off</literal> zu
<literal>on</literal> und speichern Sie die Datei.
<literal>ttyv8</literal> zeigt an, dass
<application>XDM</application> auf dem neunten virtuellen
Terminal ausgeführt wird.</para>
<sect2>
<title>XDM konfigurieren</title>
<para>Die Konfigurationsdateien von
<application>XDM</application> befinden sich in
<filename>/usr/local/lib/X11/xdm</filename>. Dieses
Verzeichnis enthält einige Dateien, mit denen das Verhalten
und Aussehen von <application>XDM</application> beeinflusst
werden kann, sowie ein paar Skripte und Programme
zur Einrichtung des Desktops. Eine Zusammenfassung der
Aufgaben dieser Dateien beschreibt die <xref
linkend="xdm-config-files"/>. Die genaue Syntax und
Verwendung wird in &man.xdm.1; beschrieben.</para>
<para>Das Verhalten und Aussehen von <application>XDM</application>
steuern Sie mit Konfigurationsdateien, die im Verzeichnis
<filename>/usr/local/lib/X11/xdm</filename> stehen.
Üblicherweise finden Sie dort die folgenden Dateien vor:</para>
<table frame="none" pgwide="1" xml:id="xdm-config-files">
<title>Die Konfigurationsdateien von XDM</title>
<informaltable frame="none" pgwide="1">
<tgroup cols="2">
<thead>
<row>
@ -938,31 +925,63 @@ dbus_enable="YES"</programlisting>
<tbody>
<row>
<entry><filename>Xaccess</filename></entry>
<entry>Regelsatz, der zur Autorisierung von Clients benutzt
wird.</entry>
<entry>Verbindungen zu <application>XDM</application>
werden über das <quote>X Display Manager Connection
Protocol</quote> (<acronym>XDMCP</acronym>)
hergestellt. <filename>Xaccess</filename> enthält
die Client-Berechtigungen zur Steuerung der
<acronym>XDMCP</acronym>-Verbindungen entfernter
Maschinen. In der Voreinstellung erlaubt diese
Datei keine Verbindungen von entfernten
Maschinen.</entry>
</row>
<row>
<entry><filename>Xresources</filename></entry>
<entry>Vorgabewerte für X-Ressourcen.</entry>
<entry>Diese Datei steuert das Erscheinungsbild der
Bildschirmauswahl und Anmeldemasken von
<application>XDM</application>. In der
Voreinstellung erscheint ein rechteckiges
Anmeldefenster, dass den Hostnamen und einen
Anmeldeprompt mit <quote>Login:</quote> und
<quote>Password</quote> anzeigt. Das Format dieser
Datei entspricht den Dateien im Verzeichnis
<filename>app-defaults</filename>, die
in der Dokumentation von
<application>&xorg;</application> beschrieben
sind.</entry>
</row>
<row>
<entry><filename>Xservers</filename></entry>
<entry>Liste mit lokalen und entfernten Bildschirmen, die
verwaltet werden.</entry>
<entry>Diese Datei enthält eine Liste entfernter
Rechner, die in der Bildschirmauswahl angeboten
werden.</entry>
</row>
<row>
<entry><filename>Xsession</filename></entry>
<entry>Vorgabe für das Startskript der
Sitzung.</entry>
<entry>Dieses Skript wird von
<application>XDM</application> aufgerufen, nachdem
sich ein Benutzer erfolgreich angemeldet hat.
Üblicherweise besitzt jeder Benutzer eine angepasste
Version dieses Skripts in
<filename>~/.xsession</filename>, das dann anstelle
von <filename>Xsession</filename> ausgeführt
wird.</entry>
</row>
<row>
<entry><filename>Xsetup_*</filename></entry>
<entry>Skript, das dazu dient, Anwendungen vor der Anmeldung
zu starten.</entry>
<entry>Diese Skripten werden automatisch ausgeführt,
bevor die Bildschirmauswahl oder die Anmeldemasken
angezeigt werden. Für jeden lokalen Bildschirm gibt
es ein Skript namens <filename>Xsetup_*</filename>,
wobei <literal>*</literal> die lokale
Bildschirmnummer ist. Normalerweise werden damit
ein oder zwei Programme, wie
<command>xconsole</command>, im Hindergrund
gestartet.</entry>
</row>
<row>
@ -973,140 +992,53 @@ dbus_enable="YES"</programlisting>
<row>
<entry><filename>xdm-errors</filename></entry>
<entry>Fehlermeldungen des Servers.</entry>
<entry>Enthält Fehler, die vom Server generiert
werden. Wenn ein von <application>XDM</application>
verwalteter Bildschirm hängen bleibt, suchen Sie in
dieser Datei nach Fehlermeldungen. Für jede Sitzung
werden die Meldungen auch in die Datei
<filename>~/.xsession-errors</filename> des
Benutzers geschrieben.</entry>
</row>
<row>
<entry><filename>xdm-pid</filename></entry>
<entry>Die Prozess-ID des gerade laufenden
<entry>Die Prozess-<acronym>ID</acronym> des gerade
laufenden
<application>XDM</application>-Prozesses.</entry>
</row>
</tbody>
</tgroup>
</informaltable>
<para>Im Verzeichnis <filename>/usr/local/lib/X11/xdm</filename>
befinden sich auch noch Skripten und Programme, die zum Einrichten
der <application>XDM</application>-Oberfläche dienen. Der
Zweck dieser Dateien und der Umgang mit ihnen wird in der
Hilfeseite &man.xdm.1; erklärt. Wir gehen im Folgenden nur
kurz auf ein paar der Dateien ein.</para>
<para>Die vorgegebene Einstellung zeigt ein rechteckiges
Anmeldefenster, in dem der Rechnername in großer Schrift
steht. Darunter befinden sich die Eingabeaufforderungen
<literal>Login:</literal> und <literal>Password:</literal>.
Mit dieser Maske können Sie anfangen, wenn Sie das
Erscheinungsbild von <application>XDM</application>
verändern wollen.</para>
<sect3>
<title>Xaccess</title>
<para>Verbindungen zu <application>XDM</application> werden
über das <quote>X Display Manager Connection Protocol</quote>
(<acronym>XDMCP</acronym>) hergestellt.
<acronym>XDMCP</acronym>-Verbindungen von entfernten Maschinen
werden über den Regelsatz in <filename>Xaccess</filename>
kontrolliert. Diese Datei wird allerdings ignoriert, wenn in
<filename>xdm-config</filename> keine Verbindungen entfernter
Maschinen erlaubt sind (dies ist auch die Voreinstellung).</para>
</sect3>
<sect3>
<title>Xresources</title>
<para>In dieser Datei kann das Erscheinungsbild der
Bildschirmauswahl und der Anmeldemasken festgelegt werden. Das
Format entspricht den Dateien im Verzeichnis
<filename>app-defaults</filename>, die in der
Dokumentation von <application>&xorg;</application>
beschrieben sind.</para>
</sect3>
<sect3>
<title>Xservers</title>
<para>Diese Datei enthält eine Liste entfernter Maschinen, die
in der Bildschirmauswahl angeboten werden.</para>
</sect3>
<sect3>
<title>Xsession</title>
<para>Dieses Skript wird vom <application>XDM</application>
aufgerufen, nachdem sich ein Benutzer erfolgreich angemeldet hat.
Üblicherweise besitzt jeder Benutzer eine angepasste Version
dieses Skripts in <filename>~/.xsession</filename>, das dann
anstelle von <filename>Xsession</filename> ausgeführt
wird.</para>
</sect3>
<sect3>
<title>Xsetup_*</title>
<para>Diese Skripten werden automatisch ausgeführt bevor die
Bildschirmauswahl oder die Anmeldemasken angezeigt werden.
Für jeden lokalen Bildschirm gibt es ein Skript, dessen
Namen aus <filename>Xsetup_</filename> gefolgt von der
Bildschirmnummer gebildet wird (zum Beispiel
<filename>Xsetup_0</filename>). Normalerweise werden damit ein
oder zwei Programme, wie <command>xconsole</command>, im
Hintergrund gestartet.</para>
</sect3>
<sect3>
<title>xdm-config</title>
<para>Diese Datei enthält Einstellungen, die für jeden
verwalteten Bildschirm zutreffen. Das Format entspricht dem der
Dateien aus <filename>app-defaults</filename>.</para>
</sect3>
<sect3>
<title>xdm-errors</title>
<para>Die Ausgaben jedes X-Servers, den
<application>XDM</application> versucht zu starten, werden in
dieser Datei gesammelt. Wenn ein von
<application>XDM</application> verwalteter Bildschirm aus
unbekannten Gründen hängen bleibt, sollten Sie in
dieser Datei nach Fehlermeldungen suchen. Für jede Sitzung
werden die Meldungen auch in die Datei
<filename>~/.xsession-errors</filename> des Benutzers
geschrieben.</para>
</sect3>
</table>
</sect2>
<sect2>
<title>Einrichten eines Bildschirm-Servers auf dem Netzwerk</title>
<title>Fernzugriff einrichten</title>
<para>Damit sich Clients mit dem Bildschirm-Server verbinden
können, muss der Zugriffsregelsatz editiert und der
Listener aktiviert werden. Die Vorgabewerte sind sehr
restriktiv eingestellt. Damit <application>XDM</application>
Verbindungen annimmt, kommentieren Sie eine Zeile in der
<filename>xdm-config</filename> Datei aus:</para>
<para>In der Voreinstellung können sich nur Benutzer auf
dem selben System über <application>XDM</application>
anmelden. Um es Benutzern anderer Systeme zu ermöglichen,
sich mit dem Bildschirm-Server zu verbinden, muss der
Zugriffsregelsatz bearbeitet und der Listener aktiviert
werden.</para>
<para>Um <application>XDM</application> so zu konfigurieren,
dass jede Verbindung angenommen wird, kommentieren Sie die
Zeile <literal>DisplayManager.requestPort</literal> in
<filename>/usr/local/lib/X11/xdm/xdm-config</filename> aus,
indem Sie der Zeile ein <literal>!</literal>
voranstellen.</para>
<programlisting>! SECURITY: do not listen for XDMCP or Chooser requests
! Comment out this line if you want to manage X terminals with xdm
DisplayManager.requestPort: 0</programlisting>
<para>Starten Sie danach <application>XDM</application> neu.
Beachten Sie, dass Kommentare in den
Ressourcen-Konfigurationsdateien mit einem <literal>!</literal>
anstelle des sonst üblichen Zeichens <literal>#</literal>
beginnen. Wenn Sie strengere Zugriffskontrollen einrichten wollen,
sehen Sie sich die Beispiele in <filename>Xaccess</filename> und
die Hilfeseite &man.xdm.1; an.</para>
<para>Speichern Sie die Änderungen und starten Sie
<application>XDM</application> neu. Um den Fernzugriff zu
beschränken, sehen Sie sich die Beispiele in
<filename>/usr/local/lib/X11/xdm/Xaccess</filename> an.
Zusätzliche Informationen finden Sie in &man.xdm.1;</para>
</sect2>
<sect2>
<title>XDM ersetzen</title>
<para>Es gibt mehrere Anwendungen, die
<application>XDM</application> ersetzen können, zum Beispiel
<application>KDM</application>, der Teil von
<application>KDE</application> ist und später in diesem
Kapitel besprochen wird. <application>KDM</application> ist
ansprechender gestaltet und bietet neben einigen Schnörkeln
die Möglichkeit, den zu verwendenden Window-Manager bei der
Anmeldung auszuwählen.</para>
</sect2>
</sect1>
<sect1 xml:id="x11-wm">